Walter Rommelmann

thumb WalterWir gratulieren Walter Rommelmann herzlich zum 80. Bühnenjubuläum
 

Auf dem Theaterzettel war schon seit Beginn der Aufführungsserie von „Rain Man“ (Januar bis März 2013) sein Name verzeichnet, aber krankheitsbedingt konnte er erst im März bei den letzten Aufführungen im Winterstück der Portabühne eine Rolle verkörpern. Damit begann für Walter Rommelmann die 80. Spielsaison bei der Goethe-Freilichtbühne Porta.
Aus Anlass dieses in Theaterkreisen äußerst selten Jubiläums gratulierten Publikum und Schauspielerkollegen nach dem Schlussapplaus der Aufführung im Theater im E-Werk an der Hermannstraße dem fast 90jährigen, der die Geschicke der Freilichtbühne jahrzehntelang maßgeblich mitgestaltet hat. Der Vorsitzende der Bühne, Andreas Müller, dankte dem Jubilar für sein künstlerisches Schaffen und umriss sein vorbildliches Wirken während der acht Jahrzehnte seiner Bühnenzugehörigkeit. Die Mitwirkenden sparten nicht mit Blumen und das Publikum spendete stehenden Applaus.
Walter Rommelmann gehört seit 1933 zur Freilichtbühne und wirkte zunächst in Kinderrollen mit. Seit der Nachkriegszeit zählt er zum festen Stamm der Bühne, an der er in ca. 100 Inszenierungen viele große Rollen der Weltliteratur verkörperte. Unvergessen ist sein Tevje aus „Anatevka“. In drei „Faust“-Inszenierungen agierte er als Faust, Mephisto und der Herr. Er brillierte nicht nur in großen Klassikerrollen von Shakespeare bis Brecht, sondern fand auch Gefallen an kleineren Formen des Studiotheaters im Winter. 1980 machte er Dario Fo erstmals in Minden mit über 40 Aufführungen von „Bezahlt wird nicht!“ bekannt. In der Sommerspielzeit 2012 stand er mit vollem Körpereinsatz als der zu langer Kerkerhaft verurteilte Abbé Faria in „Der Graf von Monte Christo“ auf der Bühne.